Donnerstag, 31. Dezember 2015

Hope it's a good story.


Hallo ihr Lieben,

wir hoffen ihr habt die Feiertage alle gut überstanden und die schöne Zeit mit euren Familien genossen.
Heute geht es schon um das nächste Fest: Silvester.
Eigentlich sind der 31.12. und der 01.01. Tage wie alle anderen auch und vielen sind sicherlich genervt von dem Spektakel, das jedes Jahr veranstaltet wird.
Aber wir mögen Silvester. Und das definitiv nicht wegen der Böller und dem Feuerwerk.
Wir mögen Silvester, weil wir einen tollen Abend mit unseren Freunden verbringen; weil wir uns einen Moment Zeit nehmen, uns an die guten Dinge im letzten Jahr zu erinnern; weil wir mit den schlechten Dingen abschließen können; weil auf jedes Ende ein neuer Anfang folgt.
Bald beginnt ein neues Jahr. 12 Monate. 52 Wochen. 366 Tage (Freunde, es gibt 'nen Bonustag!). 8784 Stunden. 527040 Minuten. 31622400 Sekunden. Ein volles Zeitkonto. Aber ihr könnt entscheiden womit ihr eure Zeit verbringt. Mit Lesen, Lachen, Familie und Freunden, Sport, Reisen, Feiern. Letztlich ist es völlig egal, solange es euch glücklich macht. Lebt das neue Jahr so, dass ihr heute in einem Jahr eine positive Bilanz ziehen könnt. Das ihr euch an ein gutes Jahr erinnert, so wie hoffentlich auch heute.

An dieser Stelle möchten wir uns auch bei euch bedanken. Auch wenn aufgrund des Studiums nicht alle unsere Pläne diesen Blog betreffend funktioniert haben, so liegt er uns dennoch sehr am Herzen. Jeder einzelne Aufruf und jeder Kommentar haben uns gefreut und dafür danke an euch da draußen. 

Habt ihr euch schon Vorsätze für das neue Jahr gemacht? Wenn nicht, wird es langsam Zeit ihr Lieben. Nehmt euch ein paar tolle Dinge vor, ihr wisst - to do listen können auch spaßig sein und müssen nicht immer was mit Arbeit zu tun haben.
Und auch wenn man sich solche Listen absolut immer schreiben kann, egal an welchem Datum, so hat es doch auch einen symbolischen Wert für uns.
Es ist unrealistisch zu glauben, dass sich ohne Zutun in einer Nacht das gesamte Leben zum positiven ändert, aber Einstellungen und Prioritäten können das. Und diese haben wiederum großen Einfluss auf das was wir tun und wie wir die Welt sehen. Also vielleicht gewinnt ihr nicht im Lotto, aber merkt dafür, dass die große Liebe eures Lebens die ganze Zeit vor eurer Nase war. Oder ihr seid einfach allgemein zufriedener mit dem, was ihr habt. Oder ihr erfüllt euch den lang gehegten Wunsch von einem bestimmten Urlaub. Völlig egal, solange es euch glücklich macht.
Und wenn ihr einen Anstoß für eine Veränderung braucht, dann nehmt diese Nacht. Wenn alle mitmachen, ist die Welt morgen eben doch ein kleines bisschen besser.

Wir wünschen euch einen guten Rutsch, eine tolle Party oder einen gemütlichen Abend mit Freunden oder Familie, gutes Essen, ganz viel Spaß und natürlich einen guten Start in das neue Jahr 2016.




*

Montag, 28. Dezember 2015

How to be a better version of yourself in 2016

Wir alle kennen die Sache mit den Vorsätzen... ich schreibe mir tatsächlich eine Liste. Jedes Jahr - und wenn es nur in Gedanken ist. Meistens erfüllt man seine Vorsätze in der ersten paar Wochen des neues Jahres sogar, warum sonst sind die Fitnessstudios zu Jahresbeginn so überfüllt? Nach ein bis zwei Monaten ist dann aber für die weniger disziplinierten unter uns schon Schluss und auch die etwas hartnäckigeren geben öfter mal nach dem erstes Drittel aus.
Aber ein Drittel ist immerhin besser als gar nichts getan zu haben oder?

Um alle von euch stolz machen zu können verlinke ich euch hier einen Artikel, der euch auf lustige Art und Weise zeigt, welche Vorsätze ich euch vornehmen sollt. Ich garantiere euch, dass ihr sie durchziehen könnt.

Und falls ihr nicht so der Ich-brauche-Vorsätze-fürs-neue-Jahr-Mensch seid, dann lest den Artikel gerne trotzdem, Lachen hat noch niemandem geschadet!

Schreibt auf eure to do-Liste für 2016 ganz fett LACHEN!



Svenja ♥

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Das 24. Türchen - heute ganz klassisch?

In vielen Familien wird am heiligen Abend ganz traditionell die Weihnachtsgeschichte vorgelesen, bevor es zum Festtagsessen und der Bescherung übergeht. Das ist bei uns ein wenig anders. Seit mein kleiner Bruder lesen kann - und das tut er wirklich nicht gerne - macht er am 24. Dezember zur Feier des Tages eine Ausnahme und liest unsere Lieblingsweihnachtsgeschichte vor. Die vom Häschen und der Rübe. Für unsere Familie ist dies zu einer wichtigen Tradition geworden und für mich einfach nicht wegzudenken. Aus diesem Grund versteckt sich hinter dem heutigen 24. und letzten Türchen unseres Adventskalenders zwar kein herkömmliches Märchen der Gebrüder Grimm, aber eine märchenhaft schöne chinesische Geschichte über Freundschaft und Familie!


Das Häschen und die Rübe (aus China)


Felder und Hügel waren mit hohem Schnee bedeckt und das Häschen hatte nichts zu essen. Es ging fort, um Futter zu suchen und fand zwei gelbe Rüben. Es aß eine Rübe und dachte: "Es schneit so sehr und es ist so bitterkalt, gewiss hat das Eselchen nichts zu essen. Ich will ihm eine Rübe bringen." Sofort lief es zu Eselchens Haus. Aber das Eselchen war nicht zuhause. Also legte das Häschen die Rübe vor die Tür und ging wieder fort. Das Eselchen war auch auf Futtersuche, fand ein paar Kartoffeln und ging zufrieden nachhause. Vor seiner Tür fand es die gelbe Rübe und überlegte von wem sie wohl sein könnte. Dann aß es seine Kartoffeln und sagte: "Es schneit so sehr und es ist so bitterkalt, gewiss hat das Lämmchen nichts zu essen. Es soll die gelbe Rübe bekommen." Eselchen rollte die Rübe zu Lämmchens Haus. Aber das Lämmchen war nicht zuhause. Also legte das Eselchen die Rübe vor die Tür und ging wieder fort. Das Lämmchen war auch auf Futtersuche, fand einen Kohlkopf und ging zufrieden nachhause. Vor seiner Tür fand es die gelbe Rübe und überlegte von wem sie wohl sein könnte. Dann aß es seinen Kohlkopf und sagte: "Es schneit so sehr und es ist so bitterkalt, gewiss hat das Rehlein nichts zu essen. Es soll die gelbe Rübe bekommen. Lämmchen trug die gelbe Rübe zu Rehleins Haus. Aber das Rehlein war nicht zuhause. Also legte das Lämmchen die gelbe Rübe vor die Tür und ging wieder fort. Das Rehlein war auch auf Futtersuche, fand grüne Blätter und ging zufrieden nachhause. Vor seiner Tür fand es die gelbe Rübe und überlegte von wem sie wohl sein könnte. Dann aß es seine grünen Blätter und sagte: "Es schneit so sehr und es ist so bitterkalt, gewiss hat das Häschen nichts zu essen. Es soll die gelbe Rübe bekommen. Das Rehlein trug die gelbe Rübe zu Häschens Haus. Aber das Häschen hatte sich satt gegessen, war zu Bett gegangen und schlief. Das Rehlein wollte es nicht wecken und kullerte die Rübe leise zur Tür hinein. Als das Häschen erwachte, rieb es sich verwundert die Augen: Die gelbe Rübe war wieder da! Es überlegte einen Augenblick, dann sagte es: "Gewiss hat mir ein guter Freund diese Rübe gebracht!" Dann aß es die gelbe Rübe auf. Sie schmeckte sehr gut!


Mittwoch, 23. Dezember 2015

23. Zum Fest der Liebe

Eigentlich war für diesen Tag etwas ganz anderes geplant, etwas wie 'Schneewittchenteint' oder 'Mit dem Weihnachtsbaum um die Wette funkeln'. Aber eigentlich geht es beim 'Fest der Liebe' ja tatsächlich um die Liebe - und die sieht ungeschminkt genauso toll aus wie mit Tonnen von Makeup.

Momentan räume ich mein Leben und meinen Laptop ein wenig auf, wollte alle Lesezeichen löschen und als ich beim letzten ankam stand da 'Was ist Liebe?' und genau das frage ich mich manchmal. Ich hab dieses Lesezeichen also nicht gelöscht, sondern geöffnet und lange lange mit mir selbst darüber philosophiert - ich wäre gern wieder ein Kind. Kinder sehen Liebe mit den bloßen Augen.

Was ist Liebe?

Dies wurden Kinder gefragt und die Antworten waren umfassender und tiefgehender, als sich irgendjemand vorgestellt hatte. Was denkst Du?
„Als meine Oma Arthritis bekam, konnte sie sich nicht mehr bücken, um ihre Fußnägel zu lackieren. Mein Opa macht es jetzt immer, sogar als auch er Arthritis in seinen Händen bekam. Das ist Liebe.“ (Rebecca, 8 Jahre)
„Wenn dich jemand liebt, sagen sie deinen Namen anders. Du weißt, dein Name ist in ihrem Mund gut aufgehoben“. (Billy, 4 Jahre)
„Liebe ist, wenn ein Mädchen Parfum benutzt und ein Junge Rasierwasser, und dann gehen sie weg und beschnuppern sich“. (Karl, 5 Jahre)
„Liebe ist, wenn du mit jemandem zum Essen ausgehst und du die meisten deiner Pommes Frites hergibst, ohne dass sie dir welche von ihren geben müssen“. (Chrissy, 6 Jahre)
„Liebe bringt dich zum Lächeln, wenn du eigentlich müde bist“ (Terri, 4 Jahre)
„Liebe ist, wenn Mutti Kaffee macht für Vati und dann probiert, ob der Kaffee auch gut genug ist, bevor sie ihn serviert“. (Danny, 7 Jahre)

Was ist Liebe?

„Wenn du liebst, bist du immerzu am Küssen, und wenn du dann genug hast vom Küssen, willst du immer noch zusammen sein, und dann redest du lange miteinander. Mutti und Vati sind so, und es ist sieht krass aus, wenn sie küssen“. (Emily, 8 Jahre)
„Liebe ist so im Zimmer – an Weihnachten, wenn du die Geschenke aufmachst und einfach zuhörst“.
(Bobby, 7 Jahre)
„Wenn du mehr Liebe lernen willst, fang am besten an mit einem Freund, den du hasst.“ (Nikka, 6 Jahre)
(Von der Sorte Nikkas könnten wir gut und gerne ein paar Millionen gebrauchen auf dieser Welt.)
„Liebe ist, wenn du einem Typen sagst, dass du sein Hemd toll findest, und er es dann jeden Tag an hat“. (Noelle, 7 Jahre)
„Liebe ist ein kleiner alter Mann und eine kleine alte Frau, die immer noch Freunde sind, obwohl sie sich doch schon so gut kennen“. (Tommy, 6 Jahre)
„Als ich einmal auf dem Klavier vorspielte, hatte ich sehr viel Angst, als ich auf der Bühne stand. Ich schaute mir all die Leute an, die mir zusahen, und dann entdeckte ich meinen Vater, der mir winkte und mich anlächelte.
Er war der einzige, der das machte, dann hatte ich keine Angst mehr.“ (Cindy, 8 Jahre)

Was ist Liebe?

„Meine Mama liebt mich mehr als irgendjemand anders. Niemand sonst küsst mich in den Schlaf am Abend“ (Clare, 6 Jahre)
„Wenn Mama dem Vati das beste Stück vom Hähnchen gibt, das ist Liebe.“ (Elaine, 5 Jahre)
„Mutti sagt von Vati – selbst wenn er verschwitzt ist und schmutzig – dass er toller aussieht als Brad Pitt. Das ist Liebe“. (Chris, 7 Jahre)
„Liebe ist, wenn dein Hündchen dich freudig im Gesicht ableckt, obwohl du ihn den ganzen Tag alleine gelassen hast“. (Mary Ann, 4 Jahre)
„Ich weiß, dass meine Schwester mich liebt, sie gibt mir all ihre Klamotten und muss dann wieder neue kaufen“. (Lauren, 4 Jahre)
„Wenn du jemanden liebst, klimperst du mit deinen Wimpern ganz wild, und kleine Sterne kommen aus dir heraus“ (Karen, 7 Jahre) (Was für eine tolle Vorstellung)
„Man sollte ‚Ich liebe dich‘ wirklich nur sagen, wenn man es auch wirklich meint, aber wenn man es wirklich meint, sollte man es ganz oft sagen, Leute sind vergesslich“. (Jessika, 8 Jahre)

Was ist Liebe?

Zu guter Letzt: Der Autor und Referent Leo Buscaglia wurde gebeten, einen Wettstreit zu entscheiden; es ging darum, das liebevollste Kind zu finden. Der Sieger war ein Junge, dessen Nachbar seine Frau gerade verloren hatte. Als er den Mann weinen sah, ging der kleine Junge zu ihm und setzte sich einfach auf seinen Schoß. Als seine Mutter ihn später fragte, was er zu ihm gesagt hätte, sagte der kleine Junge: „Gar nichts, ich habe ihm nur beim Weinen geholfen“.


Dienstag, 22. Dezember 2015

22. Schöne Bescherung!

Hallo ihr Lieben,
der Endspurt beginnt, der Countdown bis Heiligabend ist fast heruntergezählt. Falls ihr denn schon alle Geschenke habt (wäre ja mal langsam Zeit) wäre es ja jetzt Zeit mit dem Einpacken zu beginnen. Da einfaches Geschenkpapier manchmal sehr eintönig ist, haben wir heute ein paar ausgefallenere, teilweise auch super einfacheVerpackungs- und Dekorationsideen für euch und eure Lieben.


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Montag, 21. Dezember 2015

21. #MusicMonday

Was wäre Weihnachten ohne Wham!
Ob ihr wollt oder nicht, mindestens ein mal in der Vorweihnachtszeit muss das meistgeliebthasste 'Last Christmas' volles Rohr aufgedreht werden! Sogar mit Lyrics, damit ihr auf jeden Fall mitsingen könnt - viel Spaß dabei :)


Sonntag, 20. Dezember 2015

20. Die Rotkäppchen-Verschwörung

Hallo ihr Lieben,
hinter eurem 20. Türchen verbirgt sich ein Film, der sich unglaublich gut für Tage wie heute eignet. Graue Sonntage verbringt man eben am besten mit einem Film auf dem Sofa. Deswegen seht ihr im folgenden 'Die Rotkäppchen-Verschwörung', welcher die das Märchen vom Mädchen mit der roten Mütze mal ganz anders erzählt. Wir hoffen ihr findet ihn genau so lustig wie wir.





Wir hoffen ihr verbringt euren 4. Advent gemütlich und möglichst stressfrei!

Sarah und Svenja

Samstag, 19. Dezember 2015

19. Speculatiuscreme - eines meiner liebsten Rezepte

Diese Nachspeise ist eine weitere Tradition an Heiligabend. Seit Jahren gibt es diesen Nachtisch, weil ich Spekulatius so sehr liebe. Und weil ihr daran teilhaben können sollt, bekommt ihr heute das supergeheime Geheimrezept.

Winterzauber

1 Becher (250 g) Magerquark
1 Becher Schmand
1 Becher (150 g) Naturjoghurt
1 Becher Sahne
1/2 Zitrone
1 Päckchen Vanillesoße ohne Kochen
Zimt, Zucker, Vanillezucker, Honig oder Agavendicksaft nach Geschmack
200g zerbröselte Spekulatius (in eine Tüte packen und draufhauen)

Zuerst verrührt ihr Quark, Schmand und Joghurt mit dem Saft der Zitrone und dem Vanillesoßenpulver. Danach schmeckt ihr das Ganze mit Zimt und Zucker (oder Zuckerersatz) ab, rührt einen Becher steifgeschlagene Sahne unter und schichtet eure Quarkmasse mit dem zerbröselten Spekulatius in eine Schüssel. Stellt die Schüssel für mindestens drei Stunden kalt, bevor ihr das Dessert mit euren Gästen vernascht - schmeckt auch allein!


Freitag, 18. Dezember 2015

18. Oh Tannenbaum?


Bestimmt habt ihr das Lied auch als Kinder gesungen, unterm Weihnachtsbaum gesessen und sehnlichst auf die Bescherung unter glitzernden Zweigen gewartet - oder tut es sogar noch immer?
Aber warum haben wir eigentlich einen Weihnachtsbaum? Dieser Frage wollen wir hinter dem heutigen Türchen auf den Grund gehen.

Seinen Ursprung hat der Weihnachtsbaum im heidnischen Brauchtum. Schon im Mittelalter verzierten die Menschen Haus und Hof mit den immergrünen Zweigen von Tanne, Mistel und Wacholder. Im späten 16. Jahrhundert wurde es dann im Elsass Brauch, den Weihnachtsbaum mit Süßigkeiten zu schmücken, die Kerzen kamen im 18. Jahrhundert hinzu. Im 19. Jahrhundert wurde der geschmückte Weihnachtsbaum immer populärer, erst in den Städten, dann auch auf dem Lande.

Für christliche und jüdische Familien wurde der Weihnachtsbaum zunehmend Ersatz für religiöse Inhalte. Die katholische Kirche wehrte sich lange gegen den heidnischen Weihnachtsbaum. Erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts sind Weihnachtsbäume in katholischen Kirchen erlaubt. Papst Johannes Paul II. führte schließlich 1982 den Brauch ein, auf dem Petersplatz in Rom einen Weihnachtsbaum aufzustellen.

Und so stellen auch wir jedes Jahr die großen, grünen, duftenden Bäume in unsere Wohnzimmer, schmücken sie mit Kerzen, Lametta, Kugeln und vielem mehr. Darunter werden dann noch die Geschenke platziert und schon sind alle in Weihnachtsstimmung. Damit sind wir übrigens nicht alleine: für 80% der Deutschen ist der Weihnachtsbaum mit das Wichtigste in der kalten Jahreszeit.

Ist er für euch genauso wichtig wie für uns? Womit werden eure Bäume traditionell geschmückt?

Donnerstag, 17. Dezember 2015

17. Christmas on Pinterest

Als riesengroßer Pinterestfans darf das Kreativnetzwerk in unserem Adventskalender 2015 natürlich nicht fehlen. Hier kommen sie also: unsere Weihnachtsinspirationen!


Mittwoch, 16. Dezember 2015

16. Wer hat aus meinem Becherchen getrunken?

Kein Wunder, dass Schneewittchen so einen großen Durst hatte, bestimmt waren die sieben Zwerge hinter den sieben Bergen unglaublich gute Punschzubereiter. Ob nun mit oder ohne Alkohol, heiße Getränke wie Kinderpunsch, Tee und Glühwein gehören einfach in die kalte Jahreszeit der Weihnachtsmärkte - und in sieben Becherchen!
Aus diesem Grund gibt es heute ein Kirschglühweinrezept.

Kirschglühwein:

350 ml Kirschsaft
150 g Zucker
Saft einer Zitrone
1 Zimtstange, 3 Nelken und etwas Sternanis (kann nach Geschmack variiert werden)
Orangen- & Zitronenschale in größeren Stücken, soll ja rausgefischt werden können
1 l Rotwein


Gebt alle antialkoholischen Zutaten in einen Topf, außerdem noch etwas mehr Zucker, falls ihr es für nötig haltet. Nachdem alles erwärmt wurde, kann der Wein hinzugegeben werden und alles zusammen nach weiterem aufwärmen serviert werden.
Den härteren unter euch schmeckt das ganze sicherlich mit einem Schuss Amaretto doppelt so lecker, für Kinder kann einfach der Rotwein ausgelassen werden - trotzdem eine super Sache.


Viel Spaß beim Nachmachen,

Sarah & Svenja ♥


Dienstag, 15. Dezember 2015

15. Eine schöne Bescherung


Geschenke für Mama, Papa, Omi und Opi

Diese Menschen freuen sich grundsätzlich mehr über die inneren Werte von Geschenken. Früher kam man mit einem selbstgemalten Bild aus dem Kindergarten und wurde gefragt 'Das ist aber toll, hast du das ganz allein gemalt mein Schatz?'
Schenkt einen Tag im Museum, auf dem nächsten Weihnachtsmarkt, ein Kaffeekränzchen oder einen 'Omi wir gehen zusammen einkaufen- Gutschein'. Falsch macht ihr damit garantiert nichts!

Geschenke für Geschwister

Geschwister sind uns selbst oft ähnlich - und manchmal doch soo anders. Am besten orientiert man sich in diesem Fall an gemeinsamen Erlebnissen oder eben an den Hobbies des jeweiligen Geschwisters. Svenjas Bruder bekommt dieses Jahr ein Shirt seiner Lieblingsfootballmannschaft, Sarahs Bruder dagegen hat sich Harry Potter - DVDs gewünscht.

Geschenke für den Freund/ die Freundin

Sollte euer Herzensmensch keinen Wunschzettel geschrieben haben, müsst ihr selbst kreativ werden

Geschenke für Freunde

Hier ist wirklich alles erlaubt. Was verbindet euch? Was habt ihr bereits erlebt oder wollt es noch erleben?



Montag, 14. Dezember 2015

14. Music Monday #leise rieselt der Schnee

Für alle die sich den Schnee auf die ein oder andere Weise sehnlichst herbeiwünschen: heute bekommt ihr von uns musikalischen Schnee. So flauschig, ruhig und gemütlich wie er in der Weihnachtszeit vom Himmel fallen sollte, rieselt er im 'first snow' Mix in eure Ohren. Viel Spaß und schöne Entspannung.


Sonntag, 13. Dezember 2015

13. 10 Fakten über Weihnachten


Hallo ihr Lieben,
wir haben etwas Tolles entdeckt: Unnützes Wissen über Weihnachten. Falls die Familienessen mal langweilig werden, kann man damit ganz bestimmt für Stimmung sorgen. 
Wir haben hier 10 interessante und/oder lustige Fakten für euch herausgesucht, mehr davon findet ihr hier.

1. Die WDR-Sendung Quarks & Co. hat sich 2008 die Mühe gemacht und einer 1,63 Meter hohen Nordmanntanne jede einzelne Nadel entrissen und gezählt. Das Ergebnis: 178 333 Nadeln hat ein Christbaum. Allerdings ist der durchschnittliche Christbaum etwas größer.

2. Der Weihnachtsmann und das Christkind haben mehrere Post-Filialen auf der Welt. Eine der sieben deutschen Adressen lautet: An das Christkind, 97267 Himmelstadt. Wenn man seinen Wunschzettel lieber direkt an den Nordpol schicken will, dann an: Santa Claus, Nordpolen, Juemandens Postkontor, DK-3900 Nuuk.

3. Ein viertel aller Deutschen isst an Heiligabend Würstchen mit Kartoffelsalat. Am ersten Weihnachtsfeiertag liegt der Gänsebraten vorne, der in 22% der Haushalte auf den Tisch kommt. Insgesamt werden während der Festtage rund 46.000 Tonnen Gänsefleisch verspeist.

4. Der Alkoholkonsum der Deutschen steigt im Dezember um rund 36%.

5. Weihnachten ist auch im wörtlichen Sinne das Fest der Liebe: Da der September statistisch gesehen der geburtenreichste Monat des Jahres ist, werden in der Weihnachtszeit offenbar besonders viele Kinder gezeugt. 

6. Wenn man australischen Astronomen glauben darf, wurde Jesus am 17. Juni im Jahr zwei vor Christus geboren.

7. Laut einer Studie des amerikanischen National Institutes of Health nimmt man an den Weihnachtsfeiertagen durchschnittlich 370 g zu.

8. Um alle Geschenke rechtzeitig zu verteilen, müsste der Weihnachtsmann sich mit einer Geschwindigkeit von 1040 km/h fortbewegen.

9. Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute schätzt, dass jedes Jahr 15.000 Adventskränze und Christbäume in Deutschland Feuer fangen.

10. Böse Überraschung unterm Weihnachtsbaum: 1993 kaufte die "Barbie Liberation Organisation" hunderte sprechende Figuren von "Teen Talk Barbie" und "G.I. Joe" und vertauschte deren Sprachprogramme. Das Ergebnis: Während G.I. Joe den beschenkten Kindern am Weihnachtstag von seiner Traumhochzeit vorschwärmte, schrie Barbie: "Die Rache ist mein!"

Na, was davon wusstet ihr bereits?
Habt einen schönen Tag. 

Samstag, 12. Dezember 2015

12. Der Meisterdieb


Um unser Motto nicht komplett zu vernachlässigen, haben wir heute für euch ein etwas unbekannteres Märchen der Gebrüder Grimm. Wenn ihr nach dem Lesen noch Lust auf mehr Märchen habt und leider euer altes Märchenbuch nicht finden könnt, könnt ihr hier klicken.

Eines Tages saß vor einem ärmlichen Hause ein alter Mann mit seiner Frau, und wollten von der Arbeit ein wenig ausruhen. Da kam auf einmal ein prächtiger, mit vier Rappen bespannter Wagen herbeigefahren, aus dem ein reichgekleideter Herr stieg. Der Bauer stand auf, trat zu dem Herrn und fragte, was sein Verlangen wäre, und worin er ihm dienen könnte. Der Fremde reichte dem Alten die Hand und sagte: "Ich wünsche nichts als einmal ein ländliches Gericht zu genießen. Bereitet mir Kartoffel, wie Ihr sie zu essen pflegt, damit will ich mich zu Euerm Tisch setzen, und sie mit Freude verzehren." Der Bauer lächelte und sagte: "Ihr seid ein Graf oder Fürst, oder gar ein Herzog, vornehme Herren haben manchmal solch ein Gelüsten; Euer Wunsch soll aber erfüllt werden." Die Frau ging in die Küche, und sie fing an Kartoffeln zu waschen und zu reiben und wollte Klöße daraus bereiten, wie sie die Bauern essen. Während sie bei der Arbeit stand, sagte der Bauer zu dem Fremden: "Kommt einstweilen mit mir in meinen Hausgarten, wo ich noch etwas zu schaffen habe." In dem Garten hatte er Löcher gegraben und wollte jetzt Bäume einsetzen. "Habt Ihr keine Kinder," fragte der Fremde, "die Euch bei der Arbeit behilflich sein könnten?" - "Nein," antwortete der Bauer; "ich habe freilich einen Sohn gehabt," setzte er hinzu, "aber der ist schon seit langer Zeit in die weite Welt gegangen. Es war ein ungeratener Junge, klug und verschlagen, aber er wollte nichts lernen und machte lauter böse Streiche; zuletzt lief er mir fort, und seitdem habe ich nichts von ihm gehört." Der Alte nahm ein Bäumchen, setzte es in ein Loch und stieß einen Pfahl daneben: und als er Erde hineingeschaufelt und sie festgestampft hatte, band er den Stamm unten, oben und in der Mitte mit einem Strohseil fest an den Pfahl. "Aber sagt mir," sprach der Herr, "warum bindet Ihr den krummen knorrichten Baum, der dort in der Ecke fast bis auf den Boden gebückt liegt, nicht auch an einen Pfahl wie diesen, damit er strack wächst?" Der Alte lächelte und sagte "Herr, Ihr redet, wie Ihrs versteht: man sieht wohl, daß Ihr Euch mit der Gärtnerei nicht abgegeben habt. Der Baum dort ist alt und verknorzt, den kann niemand mehr gerad machen: Bäume muß man ziehen, solange sie jung sind." - "Es ist wie bei Euerm Sohn," sagte der Fremde, "hättet Ihr den gezogen, wie er noch jung war, so wäre er nicht fortgelaufen; jetzt wird er auch hart und knorzig geworden sein." - "Freilich," antwortete der Alte, "es ist schon lange, seit er fortgegangen ist; er wird sich verändert haben." - "Würdet Ihr ihn noch erkennen, wenn er vor Euch träte?" fragte der Fremde. "Am Gesicht schwerlich," antwortete der Bauer, "aber er hat ein Zeichen an sich, ein Muttermal auf der Schulter, das wie eine Bohne aussieht." Als er dies gesagt hatte, zog der Fremde den Rock aus, entblößte seine Schulter und zeigte dem Bauer die Bohne. "Herr Gott," rief der Alte, "du bist wahrhaftig mein Sohn," und die Liebe zu seinem Kind regte sich in seinem Herzen. "Aber," setzte er hinzu, "wie kannst du mein Sohn sein, du bist ein großer Herr geworden und lebst in Reichtum und Überfluß! Auf welchem Weg bist du dazu gelangt?" - "Ach, Vater," erwiderte der Sohn, "der junge Baum war an keinen Pfahl gebunden und ist krumm gewachsen: jetzt ist er zu alt; er wird nicht wieder gerad. Wie ich das alles erworben habe? Ich bin ein Dieb geworden. Aber erschreckt Euch nicht, ich bin ein Meisterdieb. Für mich gibt es weder Schloß noch Riegel: wonach mich gelüstet, das ist mein. Glaubt nicht, daß ich stehle wie ein gemeiner Dieb, ich nehme nur vom Überfluß der Reichen. Arme Leute sind sicher: ich gebe ihnen lieber, als daß ich ihnen etwas nehme. So auch, was ich ohne Mühe, List und Gewandtheit haben kann, das rühre ich nicht an." - "Ach, mein Sohn," sagte der Vater, "es gefällt mir doch nicht, ein Dieb bleibt ein Dieb; ich sage dir, es nimmt kein gutes Ende." Er führte ihn zu der Mutter, und als sie hörte, daß es ihr Sohn war, weinte sie vor Freude, als er ihr aber sagte, daß er ein Meisterdieb geworden wäre, so flossen ihr zwei Ströme über das Gesicht. Endlich sagte sie: "Wenn er auch ein Dieb geworden ist, so ist er doch mein Sohn, und meine Augen haben ihn noch einmal gesehen."

Sie setzten sich an den Tisch, und er aß mit seinen Eltern wieder einmal die schlechte Kost, die er lange nicht gegessen hatte. Der Vater sprach: "Wenn unser Herr, der Graf drüben im Schlosse, erfährt, wer du bist und was du treibst, so nimmt er dich nicht auf die Arme und wiegt dich darin, wie er tat, als er dich am Taufstein hielt, sondern er läßt dich am Galgenstrick schaukeln." - "Seid ohne Sorge, mein Vater, er wird mir nichts tun, denn ich verstehe mein Handwerk. Ich will heute noch selbst zu ihm gehen." Als die Abendzeit sich näherte, setzte sich der Meisterdieb in seinen Wagen und fuhr nach dem Schloß. Der Graf empfing ihn mit Artigkeit, weil er ihn für einen vornehmen Mann hielt. Als aber der Fremde sich zu erkennen gab, so erbleichte er und schwieg eine Zeitlang ganz still. Endlich sprach er: "Du bist mein Pate, deshalb will ich Gnade für Recht ergehen lassen und nachsichtig mit dir verfahren. Weil du dich rühmst, ein Meisterdieb zu sein, so will ich deine Kunst auf die Probe stellen, wenn du aber nicht bestehst, so mußt du mit des Seilers Tochter Hochzeit halten, und das Gekrächze der Raben soll deine Musik dabei sein." - "Herr Graf," antwortete der Meister, "denkt Euch drei Stücke aus, so schwer Ihr wollt, und wenn ich Eure Aufgabe nicht löse, so tut mit mir, wie Euch gefällt." Der Graf sann einige Augenblicke nach, dann sprach er: "Wohlan, zum ersten sollst du mir mein Leibpferd aus dem Stalle stehlen, zum andern sollst du mir und meiner Gemahlin, wenn wir eingeschlafen sind, das Bettuch unter dem Leib wegnehmen, ohne daß wirs merken, und dazu meiner Gemahlin den Trauring vom Finger: zum dritten und letzten sollst du mir den Pfarrer und Küster aus der Kirche wegstehlen. Merke dir alles wohl, denn es geht dir an den Hals."

Der Meister begab sich in die zunächst liegende Stadt. Dort kaufte er einer alten Bauerfrau die Kleider ab und zog sie an. Dann färbte er sich das Gesicht braun und malte sich noch Runzeln hinein, so daß ihn kein Mensch wiedererkannt hätte. Endlich füllte er ein Fäßchen mit altem Ungarwein, in welchen ein starker Schlaftrunk gemischt war. Das Fäßchen legte er auf eine Kötze, die er auf den Rücken nahm, und ging mit bedächtigen, schwankenden Schritten zu dem Schloß des Grafen. Es war schon dunkel, als er anlangte; er setzte sich in den Hof auf einen Stein, fing an zu husten wie eine alte brustkranke Frau und rieb die Hände, als wenn er fröre. Vor der Türe des Pferdestalls lagen Soldaten um ein Feuer; einer von ihnen bemerkte die Frau und rief ihr zu: "Komm näher, altes Mütterchen, und wärme dich bei uns. Du hast doch kein Nachtlager und nimmst es an, wo du es findest." Die Alte trippelte herbei, bat, ihr die Kötze vom Rücken zu heben, und setzte sich zu ihnen ans Feuer. "Was hast du da in deinem Fäßchen, du alte Schachtel?" fragte einer. "Einen guten Schluck Wein," antwortete sie, "ich ernähre mich mit dem Handel, für Geld und gute Worte gebe ich Euch gerne ein Glas." - "Nur her damit," sagte der Soldat, und als er ein Glas gekostet hatte, rief er: "Wenn der Wein gut ist, so trink ich lieber ein Glas mehr," ließ sich nochmals einschenken, und die andern folgten seinem Beispiel. "Heda, Kameraden," rief einer denen zu, die in dem Stall saßen, "hier ist ein Mütterchen, das hat Wein, der so alt ist wie sie selber, nehmt auch einen Schluck, der wärmt euch den Magen noch besser als unser Feuer." Die Alte trug ihr Fäßchen in den Stall. Einer hatte sich auf das gesattelte Leibpferd gesetzt, ein anderer hielt den Zaum in der Hand, ein dritter hatte den Schwanz gepackt. Sie schenkte ein, soviel verlangt ward, bis die Quelle versiegte. Nicht lange, so fiel dem einen der Zaum aus der Hand, er sank nieder und fing an zu schnarchen, der andere ließ den Schwanz los, legte sich nieder und schnarchte noch lauter. Der, welcher im Sattel saß, blieb zwar sitzen, bog sich aber mit dem Kopf fast bis auf den Hals des Pferdes, schlief und blies mit dem Mund wie ein Schmiedebalg. Die Soldaten draußen waren schon längst eingeschlafen, lagen auf der Erde und regten sich nicht, als wären sie von Stein.

Als der Meisterdieb sah, daß es ihm geglückt war, gab er dem einen statt des Zaums ein Seil in die Hand und dem andern, der den Schwanz gehalten hatte, einen Strohwisch; aber was sollte er mit dem, der auf dem Rücken des Pferdes saß, anfangen? Herunterwerfen wollte er ihn nicht, er hätte erwachen und ein Geschrei erheben können. Er wußte aber guten Rat, er schnallte die Sattelgurt auf, knüpfte ein paar Seile, die in Ringen an der Wand hingen, an den Sattel fest und zog den schlafenden Reiter mit dem Sattel in die Höhe, dann schlug er die Seile um den Pfosten und machte sie fest. Das Pferd hatte er bald von der Kette losgebunden, aber wenn er über das steinerne Pflaster des Hofs geritten wäre, so hätte man den Lärm im Schloß gehört. Er umwickelte ihm also zuvor die Hufen mit alten Lappen, führte es dann vorsichtig hinaus, schwang sich auf und jagte davon.

Als der Tag angebrochen war, sprengte der Meister auf dem gestohlenen Pferd zu dem Schloß. Der Graf war eben aufgestanden und blickte aus dem Fenster. "Guten Morgen, Herr Graf," rief er ihm zu, "hier ist das Pferd, das ich glücklich aus dem Stall geholt habe. Schaut nur, wie schön Eure Soldaten daliegen und schlafen, und wenn Ihr in den Stall gehen wollt, so werdet Ihr sehen, wie bequem sichs Eure Wächter gemacht haben." Der Graf mußte lachen, dann sprach er: "Einmal ist dirs gelungen, aber das zweitemal wirds nicht so glücklich ablaufen. Und ich warne dich, wenn du mir als Dieb begegnest, so behandle ich dich auch wie einen Dieb." Als die Gräfin abends zu Bette gegangen war, schloß sie die Hand mit dem Trauring fest zu, und der Graf sagte: "Alle Türen sind verschlossen und verriegelt, ich bleibe wach und will den Dieb erwarten; steigt er aber zum Fenster ein, so schieße ich ihn nieder." Der Meisterdieb aber ging in der Dunkelheit hinaus zu dem Galgen, schnitt einen armen Sünder, der da hing, von dem Strick ab und trug ihn auf dem Rücken nach dem Schloß. Dort stellte er eine Leiter an das Schlafgemach, setzte den Toten auf seine Schultern und fing an hinaufzusteigen. Als er so hoch gekommen war, daß der Kopf des Toten in dem Fenster erschien, drückte der Graf, der in seinem Bett lauerte, eine Pistole auf ihn los: alsbald ließ der Meister den armen Sünder herabfallen, sprang selbst die Leiter herab und versteckte sich in eine Ecke. Die Nacht war von dem Mond so weit erhellt, daß der Meister deutlich sehen konnte, wie der Graf aus dem Fenster auf die Leiter stieg, herabkam und den Toten in den Garten trug. Dort fing er an ein Loch zu graben, in das er ihn legen wollte. "Jetzt," dachte der Dieb, ist der günstige Augenblick gekommen," schlich behende aus seinem Winkel und stieg die Leiter hinauf, geradezu ins Schlafgemach der Gräfin. "Liebe Frau," fing er mit der Stimme des Grafen an, "der Dieb ist tot, aber er ist doch mein Pate und mehr ein Schelm als ein Bösewicht gewesen: ich will ihn der öffentlichen Schande nicht preisgeben; auch mit den armen Eltern habe ich Mitleid. Ich will ihn, bevor der Tag anbricht, selbst im Garten begraben, damit die Sache nicht ruchbar wird. Gib mir auch das Bettuch, so will ich die Leiche einhüllen und ihn wie einen Hund verscharren." Die Gräfin gab ihm das Tuch. "Weißt du was," sagte der Dieb weiter, "ich habe eine Anwandlung von Großmut, gib mir noch den Ring; der Unglückliche hat sein Leben gewagt, so mag er ihn ins Grab mitnehmen." Sie wollte dem Grafen nicht entgegen sein, und obgleich sie es ungern tat, so zog sie doch den Ring vom Finger und reichte ihn hin. Der Dieb machte sich mit beiden Stücken fort und kam glücklich nach Haus, bevor der Graf im Garten mit seiner Totengräberarbeit fertig war.

Was zog der Graf für ein langes Gesicht, als am andern Morgen der Meister kam und ihm das Bettuch und den Ring brachte. "Kannst du hexen?" sagte er zu ihm, "wer hat dich aus dem Grab geholt, in das ich selbst dich gelegt habe, und hat dich wieder lebendig gemacht?" - "Mich habt Ihr nicht begraben," sagte der Dieb, "sondern den armen Sünder am Galgen," und erzählte ausführlich, wie es zugegangen war; und der Graf mußte ihm zugestehen, daß er ein gescheiter und listiger Dieb wäre. "Aber noch bist du nicht zu Ende," setzte er hinzu, "du hast noch die dritte Aufgabe zu lösen, und wenn dir das nicht gelingt, so hilft dir alles nichts." Der Meister lächelte und gab keine Antwort.

Als die Nacht eingebrochen war, kam er mit einem langen Sack auf dem Rücken, einem Bündel unter dem Arm und einer Laterne in der Hand zu der Dorfkirche gegangen. In dem Sack hatte er Krebse, in dem Bündel aber kurze Wachslichter. Er setzte sich auf den Gottesacker, holte einen Krebs heraus und klebte ihm ein Wachslichtchen auf den Rücken, dann zündete er das Lichtchen an, setzte den Krebs auf den Boden und ließ ihn kriechen. Er holte einen zweiten aus dem Sack, machte es mit diesem ebenso und fuhr fort, bis auch der letzte aus dem Sacke war. Hierauf zog er ein langes schwarzes Gewand an, das wie eine Mönchskutte aussah, und klebte sich einen grauen Bart an das Kinn. Als er endlich ganz unkenntlich war, nahm er den Sack, in dem die Krebse gewesen waren, ging in die Kirche und stieg auf die Kanzel. Die Turmuhr schlug eben zwölf: als der letzte Schlag verklungen war, rief er mit lauter gellender Stimme: "Hört an, ihr sündigen Menschen, das Ende aller Dinge ist gekommen, der jüngste Tag ist nahe: hört an, hört an. Wer mit mir in den Himmel will, der krieche in den Sack. Ich bin Petrus, der die Himmelstüre öffnet und schließt. Seht ihr, draußen auf dem Gottesacker wandeln die Gestorbenen und sammeln ihre Gebeine zusammen. Kommt, kommt und kriecht in den Sack, die Welt geht unter." Das Geschrei erschallte durch das ganze Dorf. Der Pfarrer und der Küster, die zunächst an der Kirche wohnten, hatten es zuerst vernommen, und als sie die Lichter erblickten, die auf dem Gottesacker umherwandelten, merkten sie, daß etwas Ungewöhnliches vorging, und traten sie in die Kirche ein. Sie hörten der Predigt eine Weile zu, da stieß der Küster den Pfarrer an und sprach: "Es wäre nicht übel, wenn wir die Gelegenheit benutzten und zusammen vor dem Einbruch des jüngsten Tags auf eine leichte Art in den Himmel kämen." - "Freilich," erwiderte der Pfarrer, "das sind auch meine Gedanken gewesen: habt Ihr Lust, so wollen wir uns auf den Weg machen." - "Ja," antwortete der Küster, "aber Ihr, Herr Pfarrer, habt den Vortritt, ich folge nach." Der Pfarrer schritt also vor und stieg auf die Kanzel, wo der Meister den Sack öffnete. Der Pfarrer kroch zuerst hinein, dann der Küster. Gleich band der Meister den Sack fest zu, packte ihn am Bausch und schleifte ihn die Kanzeltreppe hinab: sooft die Köpfe der beiden Toren auf die Stufen aufschlugen, rief er: "Jetzt gehts schon über die Berge." Dann zog er sie auf gleiche Weise durch das Dorf, und wenn sie durch Pfützen kamen, rief er: "Jetzt gehts schon durch die nassen Wolken," und als er sie endlich die Schloßtreppe hinaufzog, so rief er: "Jetzt sind wir auf der Himmelstreppe und werden bald im Vorhof sein." Als er oben angelangt war, schob er den Sack in den Taubenschlag, und als die Tauben flatterten, sagte er: "Hört ihr, wie die Engel sich freuen und mit den Fittichen schlagen?" Dann schob er den Riegel vor und ging fort.

Am andern Morgen begab er sich zu dem Grafen und sagte ihm, daß er auch die dritte Aufgabe gelöst und den Pfarrer und Küster aus der Kirche weggeführt hätte. "Wo hast du sie gelassen?" fragte der Herr. "Sie liegen in einem Sack oben auf dem Taubenschlag und bilden sich ein, sie wären im Himmel." Der Graf stieg selbst hinauf und überzeugte sich, daß er die Wahrheit gesagt hatte. Als er den Pfarrer und Küster aus dem Gefängnis befreit hatte, sprach er: "Du bist ein Erzdieb und hast deine Sache gewonnen. Für diesmal kommst du mit heiler Haut davon, aber mache, daß du aus meinem Land fortkommst, denn wenn du dich wieder darin betreten läßt, so kannst du auf deine Erhöhung am Galgen rechnen." Der Erzdieb nahm Abschied von seinen Eltern, ging wieder in die weite Welt, und niemand hat wieder etwas von ihm gehört.

Freitag, 11. Dezember 2015

11. Bäumchen rüttel dich und schüttel dich und wirf tolle Kleider über mich

Hallo ihr Lieben,

da es ja jetzt nichtmal mehr 23 Tage bis Heiligabend sind, haben wir uns überlegt, dass wir über Kleidung sprechen sollten. Nicht jeder Mensch ist so spontan in der Lage etwas aus dem Schrank zu ziehen und direkt zufrieden zu sein. Was tragt ihr gerne an Weihnachten und in der Weihnachtszeit? Im folgenden Post seht ihr zwei unserer Outfitfavoriten. Das eine eher casual für den Weihnachtsmarkt oder die Menschen, die das Fest der Liebe eher lässig feiern. Das zweite schick und mit allem drum und dran für ein glamouröses Weihnachten.

PreChristmastime


Christmastime


Donnerstag, 10. Dezember 2015

10. Von drauß' vom Walde komm ich her..


Knecht Ruprecht

(Theodor Storm 1817-1888)


Von drauß' vom Walde komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein sitzen
und droben aus dem Himmeltor
sah mit großen Augen das Christkind hervor.
Und wie ich so strolcht' durch den finstern Tann,
da rief's mich mit heller Stimme an:
"Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell,
hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,
Alt' und Junge sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
und morgen flieg ich hinab zu Erden,
denn es soll wieder Weihnachten werden!"
Ich sprach: "O lieber Herre Christ,
meine Reise fast zu Ende ist;
ich soll nur noch in diese Stadt,
wo's eitel gute Kinder hat."
"Hast denn das Säcklein auch bei dir?"
Ich sprach: "Das Säcklein, das ist hier:
denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
essen fromme Kinder gern."
"Hast denn die Rute auch bei dir?"
Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;
doch für die Kinder nur, die schlechten,
die trifft sie auf den Teil, den rechten."
Christkindlein sprach: "So ist es recht!
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!"

Von drauß' vom Walde komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich's hierinnen find!
Sind's gute Kind', sind's böse Kind'?

Mittwoch, 9. Dezember 2015

9. Rapunzel, Rapunzel - steck dein Haar hoch!


Hallo ihr Lieben, 
für den heutigen Post mussten Sarahs Haare herhalten, sie sind nämlich nicht nur so blond und lang, sondern auch mindestens so gesund wie Rapunzels Haare - da können direkt zwei Prinzen den Turm raufklettern. Da Rapunzel eines meiner liebsten Märchen ist, zeigen wir euch heute eine Frisur, die Rapunzel bestimmt super gestanden hätte.


Zu allererst müsst ihr einen Fischgrätenzopf flechten, für alle die diese Art zu Flechten nicht kennen, verlinke ich ein Video, mit dem diese tolle Frisur zum Kinderspiel wird.






Wenn ihr dann also eure Fischgräte geflochten habt, schließt ihr das ganze mit einem möglichst unauffälligen Haargummi ab. Dann gehts ans eingemachte: je nach Dicke und Gewicht eurer Haare braucht ihr mehr oder weniger Klammern. Nehmt am besten die, mit denen ihr gut klarkommt und die euch am Ende auch das Gefühl geben, dass alles sitzt. Nichts ist schlimmer, als zu glauben, jede Minute könnte die Haarpracht zusammenfallen.





Jetzt wird euer Zopf eingerollt wie eine Schnecke, sieht am Ende superkompliziert aus, ist aber richtig easy. Nur noch feststecken und wie bei Sarah ein Schleifchen befestigen, dass das ganze noch ein wenig zusammen hält.



Et voilà, die Rapunzelfrisur 2.0


Wenn ihr mögt, könnt ihr das Ganze noch etwas auflockern, damit es nicht so streng aussieht und hier und da ein paar Strähnen herausziehen.

Sagt uns gerne, was ihr von der Frisur haltet und schickt uns Bilder, falls ihr sie ausprobiert habt. Wir freuen uns,

Sarah & Svenja ♥

Dienstag, 8. Dezember 2015

8. 10 Filme für die Vorweihnachtszeit!


Hallo ihr Lieben,
heute haben wir mal wieder eine Liste für euch. Diesmal mit Filmen, die man in der Vorweihnachtszeit unbedingt gucken sollte, um das richtige Weihnachtsgefühl aufleben zu lassen.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
Diese Aschenputtel - Verfilmung ist eine meiner Liebsten und ich scheine nicht die einzige zu sein, die das so sieht. Im letzten Jahr habe ich gezählt: Allein vom 24. bis zum 26. Dezember kam dieser Film 9 Mal. Zusätzlich noch drei andere Aschenputtel-Verfilmungen und ich habe es nicht gewagt zu schauen, wie oft man ihn dann wohl im gesamten Dezember gucken kann.

Der kleine Lord
Diese wunderschöne Geschichte über einen großzügigen kleinen Jungen erinnert einen jedes Jahr aufs neue daran, worauf es im Leben wirklich ankommt: Liebe, Freundschaft, Mitgefühl.

Die Geister, die ich rief
Eine von vielen Verfilmungen von Charles Dickens' Weihnachtsgeschichte über den geizigen Mr. Scrooge, der über die Festtage von drei Geistern heimgesucht wird, um ihm zu zeigen, dass Geld nicht das wichtigste im Leben ist.

Kevin allein zu Haus
Ein unglaublich witziger Film, ganz egal ob man ihn als Kind schaut oder als Erwachsener, langweilig wird er nie!

Verzauberte Weihnacht

Was ein Wunschzettel so alles bewirken kann... Die bescheidene Parfumverkäuferin Melody lässt sich überreden ihre heimlichen Wünsche auf einen Zettel zu schreiben. Nach und nach widerfährt ihr ein Weihnachtswunder. Und eine kleiner Junge mit guten Absichten.

Polarexpress

Anstatt den Weihnachtsmann zu sehen wie geplant, tritt ein kleiner Junge eine wundersame Reise zum Nordpol an. Animierter Film für die ganze Familie.

Rudolph

Ich denke jeder von euch kennt Rudolph, das kleine Rentier mit der roten Nase. Dieser Kinderfilm gehört einfach jedes Jahr dazu.

Santa Claus

Scott Calvin glaubt nicht an den Weihnachtsmann. Bis dieser von seinem Dach fällt und Scott seine Aufgabe übernehmen muss. Typisch amerikanischer Humor, gehört einfach jedes Jahr dazu.

Das Wunder von Manhattan

Ich kenne bisher nur die alter Schwarz-weiß-Version des Films, aber das werde ich dieses Jahr ändern.
In dem Film geht es auf eine tolle Weise darum, ob es den Weihnachtsmann gibt und wie man das nun beweisen kann. Sehr humorvoll und macht Vorfreude auf die Feiertage. 

Liebe braucht keine Ferien
Schon seit Jahren einer meiner Lieblingsfilme, den ich wirklich immer schauen kann. Genau genommen spielt er aber in der Weihnachtszeit und passt dementsprechend da besonders gut. Das ist allerdings keiner der typisch amerikanischen Santa-Claus-Filme, eher ein romantischer Liebesfilm. 

Welche Filme gehören für euch noch dazu?

Habt einen schönen Tag. 

Montag, 7. Dezember 2015

7. Unsere Weihnachtsplaylist #MusicMonday


Wie schafft man besser Weihnachtsstimmung als mit toller Weihnachtsmusik?
Wir haben heute wieder einen Music Monday für euch, allerdings reicht uns ein Lied wie sonst einfach nicht aus, denn es gibt nur drei Montage bis Heiligabend und viel mehr tolle Weihnachtslieder - hinter eurem siebenten Türchen verbirgt sich also direkt eine ganze Weihnachtsplaylist von uns!
Viel Spaß beim Hören und Mitsingen!





Einen guten Start in die Woche,
Sarah & Svenja♥

Sonntag, 6. Dezember 2015

6. Eine kleine Geschichte



Schönen Sonntag ihr Lieben,
seid ihr gestern Abend auch ganz hibbelig nochmal aus dem Bett aufgestanden und habt voller Erwartungen den frisch geputzten Stiefel vor eure Tür gestellt, damit der Nikolaus auch euch besucht? Nein? In Kindertagen war das alles mal viel aufregender. Mittlererweile vergisst man den 6. Dezember vielleicht sogar, bis er dann tatsächlich im Kalender steht - Weihnachten kommt auch immer ganz überraschend.. Ich jedenfalls hab Im Weihnachtsmarktdelirium vergessen meinen Stiefel vor die Tür zu stellen, aber meine Mama, die im Auftrag des Nikolauses arbeitet, meinte, er habe mich nicht vergessen.
Um alles mal ins Gedächtnis zu rufen, warum der Nikolaustag überhaupt gefeiert wird, erzählen wir hinter unserem 6. Türchen heute eine Nikolausgeschichte.


Es war einmal vor langer Zeit, da lebte in der reichen Stadt Patara (heutige Türkei) ein Knabe, der Nikolaus genannt wurde. Die Eltern von Nikolaus verstarben frühzeitig fast zeitgleich an einer bösen Krankheit, dadurch weinte Nikolaus Tag und Nacht. Nikolaus erbte großen Reichtum: Gold, Silber, Edelsteine, Schlösser, Paläste und Ländereien und auch viele Untertanen, die sich um ihn kümmerten. 

Auch Schafe, Pferde, Esel und noch ein paar andere Tiere gehörten ihm. Nikolaus war trotzdem sehr traurig und konnte sich über seinen Reichtum nicht freuen. Deshalb wollten ihn seine Angestellten aufmuntern. Der Hofmeister anerbot sich, ihm seine Schlösser zu zeigen. 
Der Stallmeister wollte mit Nikolaus auf den schönsten Pferden durch die Ländereien reiten. Der Küchenmeister meinte, er könne doch für alle reichen Kinder der Stadt ein köstliches Essen zubereiten.
Doch Nikolaus wollte von allem nichts wissen, seine Traurigkeit wurde immer schlimmer bis auch seine Tiere deutlich spürten, dass er unendlich traurig war. Sie drängten sich zu ihm. Vom Weinen müde geworden, wollte er sich schlafen legen. Ungeschickt stieß er mit dem Fuß an einen Tonkrug, in dem viele Schriftrollen steckten. Der Krug zerbrach, die Schriftrollen verteilten auf dem glänzenden Boden. Nikolaus ergriff eine der Schriftrollen und begann zu lesen. "Da war ein reicher Mann, der lebte herrlich und in Freuden. Da war aber auch ein Armer, der lag hungernd vor seiner Tür und wollte nur Brosamen die den Reichen vom Tische fielen. Doch diese gönnten die Reichen dem Armen nicht. Als der Arme starb wurde er von den Engeln in den Himmel getragen. Auch der Reiche starb. Doch es kamen keine Engel, ihn zu holen".

Gleiche ich nicht dem reichen Mann in der Geschichte, dachte sich Nikolaus. 
Schön bin ich gekleidet, lebe mein Leben in Saus und Braus. 
Die Bettler draußen beim Stadttor sehe ich mit meinen Augen nicht. 
Morgen werde ich mein Leben ändern. So will ich früh aufstehen und mich nach ihnen umsehen. Am Morgen schlich sich Nikolaus zum Palast hinaus. Nach dem Stadttor fand er die Ärmsten der Stadt, zerlumpt, krank und elend. Als sie Nikolaus erblickten, streckten sie die Hände entgegen. Nikolaus wollte in die Tasche greifen, doch an seinem bestickten Kleide gab es keine Taschen. 
Flink löste er die seine schwere Goldkette vom Hals, zog sich den Ring vom Finger und gab ihnen den wertvollen Schmuck. Danach schlüpfte Nikolaus aus dem Obergewand, dem bunten Rock, den Sandalen und verschenkte auch noch seine Kleidung. Warm wurde Nikolaus ums Herz. Glücklich ging er nach Hause. 
Er war nun wieder fröhlich. 
Am nächsten Tag beauftragte Nikolaus seinen Hofschneider mit der Aufgabe, auf seine Kleider große Taschen aufzunähen. Vergnügt schlüpfte er in seinen, weiten, roten Mantel und spazierte am Abend durch den Garten. Er füllte seine Taschen mit Nüssen, Äpfel und Mandarinen. Erneut schlich er sich aus dem Palast, ging zu den Armen und verteilte alles. 
So beschenkte Nikolaus nun fast jeden Tag die Armen der Stadt und vorbei war seine lang andauernde Traurigkeit.

Als Nikolaus zwölf Jahre wurde, besuchte er eine Schule, die weit von seinen Palästen entfernt war. Berühmte Lehrer unterrichteten ihn und unterwiesen ihn in der Heiligen Schrift. Wo er Not und Elend sah, gab er mit vollen Händen. Doch er machte dies jeweils im Verborgenen.
Als er einmal zum Gottesdienst in die Kirche trat, wurden die Worte verlesen, die Christus zum reichen Jüngling gesagt hatte: "Willst du mir angehören, so verschenke alles was dir gehört an die Armen". Über diese Worte hatte Nikolaus oft nachgedacht. Nun ließen sie ihn nicht mehr los. Er rief den Haushofmeister, befahl ihm Geld und Gut an die Armen zu verteilen. Denn er wolle sich aufmachen ins Heilige Land, wo unser Herr gelebt hatte. Nikolaus litt auf seiner Pilgerfahrt oft große, unvorstellbare Not. Er wurde verletzt, er hatte kaum was zu Essen und Trinken. Bei allem Hunger blieb er aber stets fröhlich. Er zog durch das Land und predigte das Wort Gottes. Den Kindern erzählte er Geschichten aus der Bibel.
Eines Tages kehrte er in die Heimat zurück. In Myra war einige Zeit davor der alte Bischof gestorben. Als man Nikolaus erblickte fragte man, wer er sei. "Ich bin Nikolaus ein Diener Christi", antwortete er. Die Leute führten Nikolaus ins Gotteshaus und ernannten ihn zum Bischof. Als er wieder ins Freie trat, erblickte Nikolaus seinen alten, grauen Esel vor der Tür angebunden. Von da an wurde der Esel sein treuer Begleiter. Nikolaus sorgte für die Gläubigen wie ein Hirt für seine Schafe. 
In Zeiten der Gefahr predigte er den Christen an einsamen Orten und stärkte sie im Glauben.
An seinem Geburtstag kleidete sich Nikolaus jeweils in den kostbaren Bischofsmantel und nahm den Hirtenstab zur Hand. Seinen Esel belud er mit einem schweren Sack, dieser war mit leckeren Nüssen, Mandarinen, Äpfel und Honigkuchen befüllt. 
Nikolaus schritt durch die Straßen und verteilte die Gaben, machte diesen Tag zu einem großen Fest. Das hielt er so bis ins hohe Alter. Als die Stunde kam da Gott ihn heimholen wollte, fiel ihm nur eines schwer: sich von seinen Kindern zu trennen. 

Bischof Nikolaus verstarb am 6. Dezember 352. 
Sein Todestag wird noch heute zum Andenken an Bischof Nikolaus gefeiert und kündigt als Vorbote das Weihnachtsfest an.


Der Sonntag ist zum Nachdenken da, genießt ihn ♥

Sarah & Svenja



Wer noch mehr zu Weihnachten und Nikolaus wissen möchte, der wird hier garantiert fündig, da gelangt ihr auch nochmal zur Nikolausgeschichte.